brzzl

ich bin ja eher tief im gesellschaftsliberalen ende des grünen spektrums anzutreffen, aber bei der superkatastrophe marke tepco mache ich mir naturgemäß auch so meine gedanken. es muss doch wirklich ungefährlichere methoden geben, wasser zum kochen zu bringen. und es muss doch auch wirklich andere methoden geben, als wasser zu kochen.
natürlich wird man bei jeglicher öko-strom-ideenäußerung sofort, ohne umschweife und mit lobbyistischem nachdruck darauf hingewiesen, dass dieselbe eben nicht ausreicht, um ein modernes land mit energie zu versorgen.
gut. von mir aus. aber.
was wär mit einem trafo am kinderwagen, der mir bei meinen täglich-zwei-stunden-ausflügen ipod oder handy läd? einem hometrainer, der den fernseher oder den geschirrspühler speist. sonnenkollektoren am hausdach für die waschküche?

reicht natürlich alles nicht für das gesamte leben, aber muss es auch nicht. ein bisschen wind/erdwärme/gezeiten/gas/kohle/wasser/hamsterlaufräder brauchen wir dann immer noch. und die industrie frisst ja eigentlich den großteil auf, nicht die privathaushalte. aber einen anfang wärs wert.

fun fact am rande:
die ehemalige schwarzblaue reichsschüssel arbeitet mittlerweile als lobbyist für die deutsche atommafia.

2 Antworten zu „brzzl“

  1. Emanuel-S sagt:

    Haha, ja – die Idee würde mir gut gefallen. :) Der Witz ist sowieso – wir alle überlegen uns, wie wir den “fehlenden” Strom ohne Atomkraft erzeugen können – anstatt, wie wir den fehlenden Strom einfach einsparen könnten. Muss jede Nacht jedes Geschäft komplett beleuchtet sein? Muss von 1-3 Uhr in der Nacht jede Straßenlaterne brennen – müssen jeden Tag Millionen von Leuchtreklamen leuchten? Usw……

    Es gibt übrigens einen guten Beitrag zu dem Thema:

    “Den Verkehr aus den Innenstädten holen? Klar, aber die Ringstraße durch mein Viertel bauen? Nee! Wir brauchen mehr Schulen – aber den Lärm vom Spielplatz und vom Pausenhof, den will ich nicht haben. Atomkraft? Nein, danke! Aber Solaranlagen, Windräder, Speicherseen – nicht in meiner schönen Landschaft. Wenn Bürgerproteste sich oft (und verhindernd) genau gegen das richten, was die gleichen Bürger eigentlich fordern, dann wird der Aus- oder Umstieg noch lange dauern.”

    Mehr lesen hier http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/2011/03/das-kribbelt-im-spaten.php

    • tryphina sagt:

      ja, genau das ärgert mich an vielen öko-diskussionen: es werden kaum alternativen akzeptiert. wasserkraft tut den fischen böses, erdgas ist wieder für die luft schlecht, gezeiten schädigt die küstenregionen und erdwärme durchbohrt das herz der erdmutter – oder so.
      stimmt, das mit der neonbeleuchtung ist ein guter punkt. aber da hat die werbelobby sicher auch ganz tief die finger im dreck.

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